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Konzept

"Wie lieblich ist die Blüte der Chrysantheme im Frühjahr! Doch sind ihre Blütenblätter verwelkt und vom Winde zerstreut, wer weint ihr nach?" Kryithys Bliannglith (Frei aus dem Glith übersetzt von Thomas Stohl)

Chrysanthemum


Alles beginnt damit, dass die Menschheit Besuch von einer ausserirdischen Rasse bekommt, den Glith. Diese haben einen überlichtschnellen Antrieb entwickelt und die Erde als nächsten bewohnten Planeten identifiziert. Der Kontakt ist friedlich; die Glith sind den Menschen nicht in jeder Hinsicht technisch überlegen - die irdische Gentechnik ist beispielsweise auf einem höheren Level als ihre - und die beiden Völker lernen und profitieren voneinander.

Einige Zeit später wird die Eintracht von Menschen und Glith durch ein drittes Volk gestört: den Cruachar. Diese siedeln sich rücksichtslos auf bereits von Menschen oder Glith bewohnten Planeten an, und es kommt bald zu Feindseligkeiten, die schließlich in einem Krieg münden. Nach jahrelangen Kämpfen zeichnet sich ab, dass die Cruachar selbst der kombinierten Schlagkraft von Glith und Menschen überlegen sind. Die letzteren beiden starten in einem verzweifelten Versuch, das scheinbar Unvermeidliche abzuwenden, die Entwicklung einer Wunderwaffe unter dem Projektnamen Crysanthemum.

In Rekordzeit läuft der erste Prototyp vom Stapel: Ein Ein-Mann-Raumschiff mit überproportionaler Feuerkraft, hocheffizienten Energieschilden und einem automatischen Reperatursystem, das dem lebender Organismen nachempfunden ist. Gesteuert wird es von einem gentechnisch geschaffenen Mensch-Glith-Hybrid. Über eine Schnittstelle, die organischer Bestandteil seines Körpers ist, wird er mit dem Schiff verbunden und verschmilzt mit ihm zu etwas, das die Bezeichnung Wunderwaffe durchaus verdient hat.

Mit einem zweiten Geschwindigkeitsrekord sind vier weitere Chrysanthemum-Schiffe samt Piloten einsatzbereit, und tatsächlich beginnt das Blatt sich zu wenden. Bei Kriegsende existieren zwei Dutzend der Schiffe und ein Trägerschiff und die Cruachar sind vernichtend geschlagen.

Nach Jahrzehnten des Friedens wird ein signifikanter Rückgang in der Geburtenrate und der Lebenserwartung der Glith festgestellt, der mit der Zeit nur noch dramatischer wird. Die Wissenschaft ist ratlos. Die aufkommende Panik vor dem drohenden Untergang entlädt sich paradoxerweise in einem Bürgerkrieg. Kurze Zeit nach dessen Ende stirbt der letzte Glith eines mehr oder weniger natürlichen Todes.

Schließlich wird auch bei den Chrysanthemum-Piloten ein ähnlicher Effekt beobachtet. Die Cruachar schlafen nicht und beginnen, wieder zu expandieren. Es dauert nicht lange, bis wieder erste gewaltsame Zusammenstöße zwischen Cruachar und Menschen berichtet werden. Ein großer Teil der Technologie der Chrysanthemum-Schiffe ist durch Bürgerkrieg und Aussterben der Glith verlorengegangen, und die noch verbleibenden Exemplare sind ohne Piloten wertlos - doch diese sterben den Ärzten unter den Händen weg. Ihren Verbündeten und vielleicht bald auch ihrer Wunderwaffe beraubt, steht die Menschheit der Bedrohung durch die Cruachar gegenüber.