Audio: Escape Sequence – Anticlimax
Text:
It’s been quite a while
And I’ve had lots of time
To pick up my pieces
And come back to life
Dieser Text ist nur auf Englisch verfügbar
Hört ihr die klagenden Laute, die vom Fluss her kommen? Das ist der Wind in den Weiden. An kühlen Tagen wie heute, besonders im Herbst, kann man ihn oft hören. Da ihr nicht von hier seid, nehme ich an, dass ihr seine Geschichte nicht kennt. Es ist eine traurige Geschichte über Eifersucht und Tod. Der Wind in den Weiden trauert um seine verlorene Liebe.
Flare faszinierte mich von Anfang an. Natürlich fühlte ich mich durch unsere ähnlichen Fähigkeiten mit ihr verbunden. Aber es war mehr als das. Wir trafen uns das erste Mal bei der Jagd auf Hellfire, Projekt “Fight Fire With Fire”, wie es inoffiziell hieß. Außer Flare und mir, Flamehawk, waren Blaze und Vulcan angeheuert worden. Wir bildeten ein leidliches Team – ausgenommen Flare. Sie schien stets über den Dingen zu schweben, im übertragenen, aber auch im wörtlichen Sinn.
Fortsetzung von Teil 2
Die folgende Nacht schien seinen Wunsch zu gewähren. Außer einem blauen Leuchten, das der Müller in der Richtung des Wachturms gesehen haben wollte, ereignete sich nichts Erwähnenswertes. Dennoch schliefen die Dorfbewohner unruhig, wenn überhaupt – allen voran Iridas. Als er weit nach Mitternacht in sein bescheidenes Haus neben der Dorfkirche zurück kam, gönnte er sich nur eine kurze Pause, bevor er wieder aufbrach. Er ging hinüber in die Kirche und sah nach allen Gegenständen, die irgendwie von Bedeutung waren und die er in den letzten Stunden mehrfach im Geiste durchgegangen war. Alle waren an ihrem Platz und fühlten sich an wie immer, sowohl für seine Hände als auch für seinen Geist. Schließlich führte er eine kurze mentale Übung aus, die ihn für neue Eindrücke öffnen sollte, bat den Erzengel um Führung und begann, langsam mit geschlossenen Augen durch die Kirche zu gehen.
Fortsetzung von Teil 1
Bei der Ankunft im Dorf erwartete ihn eine Versammlung von einem Dutzend nervöser Männer. Areas, der Schmied, schien die Führung des kleinen Haufens übernommen zu haben, denn er trat sofort auf Iridas zu, kaum dass dieser den Sattel verlassen hatte.
“Hochwürden. Gut, dass ihr hier seid. Ihr seid unterrichtet?”
Iridas nickte. “Euer beherztes Handeln verdient Lob. Wie lange, seit ihr sie gefunden habt?”
“Zwei und eine halbe Stunde.”
“Begleitet mich zu ihr.”
Areas hob einen schweren Hammer auf, den er neben sich balanciert hatte, nahm eine Fackel, die Ravan, der Müller, ihm reichte und ging voraus zum Wachturm. Iridas raffte seine Robe, fasste seinen Stab fester und folgte ihm. Drei mit Dreschflegeln und Sensen bewaffnete Bauern bildeten den Abschluss der kleinen Prozession.
Sie hatten sie in das Verlies unter dem alten Wachturm gesperrt. Sie war eine von den Gefallenen, so viel war klar. Mochte das Blut auf ihrem schlichten, ausgefransten Kleid noch anders erklärbar sein, so sprachen doch die Flügel Bände. Sie hatten in nichts mehr Ähnlichkeit mit den weißen Taubenflügeln der Himmlischen. Die grau-braunen, fledermaushaften Schwingen waren so zerfetzt, dass sie an Spinnweben erinnerten. Nach oben hin liefen sie zu messerscharfen, hornigen Spitzen zu. Nein, hier gab es keinen Zweifel.
Das Zimmer war dunkel. Abgesehen von ein paar auf Standby geschalteten Computerdisplays warf nur das flackernde bläuliche Licht, das durch das große Fenster fiel, ein unstetes Zwielicht in den Raum. Es herrschte absolutes Chaos; leere Pizzakartons lagen auf elektronischen Geräten, umgekippte Weinflaschen neben Pfützen des ausgelaufenen Inhalts, zerknitterte, schmutzige Kleidung füllte die Zwischenräume. Die eigentlich geschmackvolle Einrichtung ging unter in einer Mischung aus E-Paper, Verpackungen und Essensresten.
Audio: Escape Sequence – Sanity and Gasoline
Text:
Sanity and Gasoline
I’m sober as I’ve ever been
Audio: Escape Sequence – Friction
Text:
You taught me how to steal your time
I used to torture you with good intentions
I didn’t even know your name
But I’d gotten used to breaking your defenses
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